Review by thepostrock.de

 

Premonition Factory ist der in Antwerpen ansässige Niederländer Sjaak Overgaauw. Mit “The Sense Of Time” hat der Gründer des Antwerp Live Looping Festivals sein zweites Album veröffentlicht.

Premontion Factory spielt auf “The Sense Of Time” mit den verschiedenen Gemütszuständen, die Ambientmusik beim Hörer hervorrufen kann. “Darkest Hour Pt.1″ eröffnet das Album und wie schon der Titel verspricht, ist die Stimmung düster. Was Sjaak hier aus seinen Keyboards zaubert, sind zäh fließende Soundflächen. “Chasing the Unknown” klingt dank hellerer Töne und deutlicherem Synthiesound freundlicher und hoffnungsvoller. Bei “Electric” dann der erste subtile Beat und auch hier, dem Titel entsprechend, ein eher elektronischer als organischer Sound. Der Titelsong fängt mit einem Elektrosound an, der als Beat die Grundlage für weitere Soundflächen legt, die Overgaauw übereinander schichtet und ein düsteres aber zugleich optimistisch anmutendes Klangfeld aufbaut. Den Sinn für Zeit, den Sinn für Timing hat Premonition Factory allemal. “The Darkest Hour Pt.2″ dann überraschend undüster, aber um so melancholischer. Ein minimalistischer Höhepunkt. Hier greift das folgende “Desolate” die entstandene Stimmung auf und dröhnt mit seinen Keyboardsounds wie eine Gitarre fies vor sich hin. “Magic Box” dann wieder freundlicher um zu “Mediate” überzugehen, das erstmalig mit eindeutig hörbaren Tastentönen und hellen Klangflächen den Hörer mit einem positiven Gefühl entlässt. Trotz der verschiedenen aufeinander treffenden Stimmungen ist Sjaak Overgaauw ein sehr homogenes Ambientalbum gelungen, das in sich stimmig ist. Sehr empfehlenswert.

“The Sense Of Time” ist zwischen März und Dezember 2010 auf Basis von live eingespielten Keyboardsessions entstanden und direkt über Premontion Factorys Homepage beziehungsweise seine Bandcamp Seite erhältlich.

Source: published on the thepostrock.de on June 20th, 2011 by D.K.

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